Als wir gestartet sind, gingen wir von einer entspannten Etappe nach Sant Feliu de Guíxols aus. Deshalb haben wir uns auch Zeit gelassen und erst spät losgelegt, schließlich wollten wir nicht vor Mittag in der nächsten Unterkunft sein. Trotz der bewölkten Bedingungen hat sich die Strecke jedoch nicht als einfach erwiesen. Immer wieder führten Stufen bergab zu den Buchten und Stränden, nur um danach erneut steil hinauf zu steigen. Nicht einfach, aber durchaus machbar.
Die Strände und Buchten, sowie das türkisblaue Wasser waren einfach atemberaubend. Für uns jedoch passt Wandern und Schwimmen nicht zusammen. Unsere Füße sind unser heiligstes Kapital und wir möchten vermeiden, dass sie nass oder sandig wieder in die Schuhe geraten. Morgens gut eingecremt mit Hirschtalg, blasenfrei ans Etappenziel zu kommen, ist unser einziges Ziel. Trotzdem haben wir oft darüber gesprochen, wie schön es wäre, ins Wasser zu springen.
Heute war der Weg trotz der geringen Distanz und der wenigen Höhenmeter anstrengender als gedacht. Dafür waren wir früh im Ziel und hatten noch Zeit, uns zu erholen. Besonders gefreut hat uns, dass wir die Dreiergruppe aus Dresden nach drei Tagen wiedergetroffen haben. Zuletzt hatten wir sie in Torroella de Montgrí gesehen. Nette und robuste Leute, ein paar Jahre älter als wir, aber sehr gut zu Fuß. Dass sie heute im gleichen Hotel wie wir unterkamen, war eine schöne Überraschung, wir dachten schon, wir hätten sie „verloren“.
Morgen soll es regnen, ein Tag unter dem Poncho steht eventuell bevor. Trotzdem blicken wir gespannt auf die nächste Etappe, denn die Landschaft hier ist einfach zu schön, um sich vom Wetter einschüchtern zu lassen.

























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