Das Wetter zeigte sich heute zwar etwas betrübt, doch längst nicht so trüb, wie es die Vorhersage befürchten ließ. Wir waren dankbar, dass der Regen ausblieb und machten uns voller Vorfreude auf den Weg. Zunächst führte uns die Route durch die Stadt, vorbei an geschäftigen Straßen und kleinen Cafés, dann entlang eines schmalen Pfades, der uns Schritt für Schritt hinaus in die Natur brachte.
Schon bald wurde der Weg anspruchsvoller, teils steinig, teils steil und immer wieder fordernd in der Kombination aus Höhenmetern und unebener Wegbeschaffenheit. Doch genau das machte den Reiz dieser Etappe aus. Nach hinten heraus wurde es etwas einfacher. Häufig wechselten sich gut begehbare Abschnitte mit kurzen, harten Rampen ab. Mental nahmen wir es, wie es kam und gedanklich waren wir schon in Blanes, dem Zielort unserer zehntägigen Tour.
Ein wenig wehmütig dachten wir an die kleine Gruppe aus Dresden. Die zwei Damen und der Herr, mit denen wir auf verschiedenen Etappen immer wieder ins Gespräch gekommen waren. Leider kreuzten sich unsere Wege heute nicht mehr. Falls ihr das hier lest: Fühlt euch herzlich gegrüßt!
Der Abstieg nach Blanes hatte es noch einmal in sich, steil, steinig und fordernd bis zum Schluss. Doch der Gedanke, dass wir es bald geschafft haben, trug uns die letzten Kilometer. Am Bahnhof angekommen, erfüllte uns tiefe Freude und Erleichterung. Wir freuten uns auf die Bahn und auf die bevorstehenden Tage in Barcelona, bevor es weiter zur Architektur-Biennale nach Venedig gehen wird.
Glücklich und dankbar blicken wir auf diese Reise zurück: nur ein kleiner Stutz und der Ausschlag, keine ernsthaften Blessuren, nur eine kleine Blase am Fuß, kaum der Rede wert. Es war zweifellos die Tour mit den meisten Höhenmetern pro Tag und das haben wir deutlich gespürt. Ich bin unglaublich stolz auf Steinar und dankbar für seine Ausdauer, seine Stärke und die gemeinsame Zeit, die wir erleben durften.
























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