Nach der bereits am Vortag erfolgten Anreise mit der Fähre von DFDS von Dünnkirchen nach Dover über den Ärmelkanal, diesmal inklusive UK-ETA, begann die heutige erste Etappe schließlich in Dover. Das typische kleinen Hafenstädtchen bildete den Ausgangspunkt meiner Fahrt in Richtung London. Gleich zu Beginn wartete ein langer Anstieg. Die Radinfrastruktur machte dabei keinen guten Eindruck. Meist gab es, wenn überhaupt, nur einen schmalen markierten Seitenstreifen. Irgendwann mündete die Strecke sogar auf einer Straße, die sich wie eine Autobahn anfühlte. Da mir zwei Radfahrer entgegenkamen und es offensichtlich keine Alternative gab, wagte ich mich ebenfalls darauf.
Wer dachte, schlimmer könne es nicht werden, wurde eines Besseren belehrt. Noch vor der Themse nach Dartford führte der ausgeschilderte Radweg über einen sandigen Trampelpfad. Permanent schlugen mir Pflanzen gegen die Beine, mal mit Dornen, mal ohne. Hoch konzentriert versuchte ich außerdem, den am Boden liegenden dornigen Ranken auszuweichen. Es war schon bemerkenswert, durch welche Gegenden generell ein offiziell ausgewiesener Radweg teilweise führte.
Nach rechts ist mein Hals längst nicht so beweglich wie beim Schulterblick nach links. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, den Verkehr rechts im Ohr schlechter wahrzunehmen, oder mein Gehirn ist durch jahrelangen Rechtsverkehr einfach auf das linke Ohr trainiert.
Ab Woolwich wurde die Fahrt entlang der Themse zu einem echten Genuss. Die Radwege waren angenehm zu fahren und die letzten Kilometer bis ins Zentrum von London machten richtig Spaß. Unglaublich, wie viele Menschen in London selbstverständlich mit dem Fahrrad unterwegs sind, das hat mich wirklich begeistert.
Auf dem Weg zu meiner Herberge warteten schließlich noch einige der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt auf mich. Ich überquerte die Tower Bridge, kam am Big Ben und der Westminster Abbey vorbei und erreichte schließlich auch den Buckingham Palace. Ein gelungener Abschluss einer Etappe mit einigen Höhen und Tiefen.











































Schreibe einen Kommentar