Frankfurt – Bad Hersfeld

Die erste Etappe meiner Radreise führte mich von Frankfurt nach Bad Hersfeld, entlang der historischen Strecke, auf der sich einst Zwangsarbeiter aus den Adlerwerken auf dem Todesmarsch nach Hünfeld getrieben wurden. Heute möchte ich daran erinnern.

Bis zur Kinzigtalsperre wurde ich von einer Arbeitskollegin und einem Kollegen begleitet. Gemeinsam rollten wir auf einem hervorragend ausgebauten Radweg mit gutem Asphalt und breiter Spur – ein echter Genuss. Das Gelände war bis dahin weitgehend flach, was für einen entspannten Start sorgte.

Kaum war ich alleine unterwegs, änderte sich das Gelände. Die Strecke begann sich stetig zu steigern – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sonne stand inzwischen hoch und die Hitze wurde zur echten Herausforderung. Alle 30 Minuten musste ich im Schatten pausieren, um mich kurz zu erholen. Der Fahrtwind half kaum noch.

In Hünfeld hielt ich an dem Gedenkort an den Todesmarsch am Bahnhof an. Ich habe das Denkmal positiv fotografiert, leider befindet sich dort aktuell eine Baustelle und nicht mal ein Meter von der Hauptskulptur steht ein Dixi Klo. Ein bisschen Uneinfühlsam eine Baustelle so einzurichten.

Kurz vor dem Ziel kam endlich die erlösende Abkühlung: ein öffentlicher Wasserhahn. Ich kühlte mich komplett ab – eine Wohltat, die ich mir schon einige Kilometer früher gewünscht hätte.

Trotzdem war die erste Etappe, obwohl sie zu den kürzeren zählte und vergleichsweise wenige Höhenmeter hatte, nicht unanstrengend. Morgen soll es aber kühler werden.

Die Jugendherberge in Bad Hersfeld entschädigte mich dafür: ruhig gelegen, freundlich und mit schönem Garten. Ich kam früh an, genoss ein warmes Abendessen und ließ den Tag entspannt auf der Terrasse ausklingen. Ein gelungener Auftakt – mit Höhen und Tiefen.

01 I Tour I 02

GPS Track: Strava / Komoot

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