Frankfurt – Schleiden

Die Tour sollte mit einer langen Etappe nach Schleiden beginnen. Die Nacht vor der Etappe war alles andere als erholsam. Erst weit nach Mitternacht fand ich in den Schlaf und bereits um 5:00 Uhr klingelte der Wecker. Noch etwas müde holte ich mein Fahrrad aus dem Keller und genau in diesem Moment begannen die ersten Regentropfen zu fallen. Regen war zwar angekündigt, doch schon nach wenigen Minuten zeigte sich ein Regenbogen am Himmel. Für mich war das ein Zeichen der Hoffnung für den bevorstehenden Tag. Und tatsächlich sollte ich großes Glück haben.

Die ersten Kilometer bis Limburg zogen sich etwas. Die Strecke kenne ich bereits und sie bringt schon einige Höhenmeter mit sich. Ab Limburg führte mich der Weg weiter Richtung Koblenz und zum Rhein. Landschaftlich war dieser Abschnitt sehr reizvoll, auch wenn die Infrastruktur nicht immer überzeugen konnte. Inzwischen war es Vormittag geworden und mit der Uhrzeit nahm auch der Verkehr spürbar zu.

Am Rhein selbst ließ es sich entspannt radeln. Der Abschnitt von Sinzig bis nach Rheinbach hingegen war deutlich anstrengender und fühlte sich länger an, als er tatsächlich war. Doch ab Rheinbach änderte sich das Bild schlagartig. Die Radinfrastruktur wurde hervorragend und auch die Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Die Sonne kam noch einmal hervor und tauchte die Umgebung in warmes Licht. Dazu lag der Duft von Feldern, Gräsern und blühenden Pflanzen in der Luft, einer dieser Momente, die eine Tour besonders machen.

Ganz zum Schluss wurde es noch einmal spannend. Auf den letzten drei Kilometern verfuhr ich mich etwas und musste einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Dennoch erreichte ich schließlich nach über 200 Kilometern mein Tagesziel in Schleiden.

Die Jugendherberge Schleiden hat mich positiv überrascht. Sie ist modern, gepflegt und wunderbar gelegen. Für Wanderer und Radreisende ist sie ein idealer Ausgangspunkt, um die Umgebung und die zahlreichen Wanderwege der Region zu erkunden.

01 I Tour I 02

GPS Track: Strava / Komoot

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